
Wos doa
Ma wü's schüttln, befrein,
den staub obwischn, ders bedeckt,
hod kana drauf ocht gebn,
es is komplett verdreckt.
sauber poliert, wirfts wieder wer in' dreck,
du denkst „werd endli munter“,
schaust zua dabei – drahst di net amoi weg,
„wird hoffentlich s'Letzte moi sein“.
Es scheint mei leben wär a buach,
in dem si jedes kapitel wiedahoit,
de seitn obgriffn und vergilbt, ganz göb,
und ma si durch jede seitn quöt.
Trotzdem head ma net auf zu lesn,
„des is hoffentlich s'letzte moi gwesn“,
du bladlst um – a neichs kapitel beginnt,
da sand in der uhr der rinnt und rinnt.
Wieda des söbe – heasd kann des denn sei?
I muas wos ändan, i siachs endlich ei.
A bissl radiern – des kann nix bringa.
I denk, i muas a neichs biachl beginna.
Geständnis
Als hätt i nen stern vom himmel pflückt,
der hell erleuchtet mei herzal beglückt,
mei leben und meine tage bereichat,
si in mei „herzplattn“ speichat.
Magisch is des gfühl des i grad erleb,
weil i innerlich vor glück beb,
wenn i mei seele in dei wärme leg,
und mi fühl als wär i weit weit weg.
Hör i dann no in plastikbam,
fühl i mi als wär i endlich daham,
ois wär i do wo i sei sollt,
s'hat s'universum wohl so g'wollt.
A lächeln wü i da mit dem schenkn,
oft am tag muas i an di denkn,
lieb dei nähe und wie du bist,
dass du du bist und auf des nie vagisst.
Wü di net beengen oda stressn,
oba es liegt in meinem ermessn,
den status, den i dir in meim leben gib,
i kann nix machen, i gesteh's: i hab di lieb.
THE RAIN
Under your tears
i can see the fears
You gave me pain
So I go insane
See what you've done
Darling come along
And take my hand
Don't tell me you can't.
Rain falls down on my face
Like all my tears make a race
you have changed your gears,
run away with all your fears,
you don't impress me any more,
so you don't need to deplore.
Take yourself and go away,
Cuz I don't want you here to stay.
Keep all your words,
They all are just fakes
Don't tell me it hurts,
You play for high stakes.
No – you gotta shut up
I wont believe in lies,
Come on give it up,
You're not a baby that cries!
Rain falls down on my face
Like all my tears make a race
you have changed your gears,
run away with all your fears,
you don't impress me any more,
so you don't need to deplore.
Take yourself and go away,
Cuz I don't want you here to stay.
(Pamela Harringer)
SCHMETTALING
Waun mei oitog mi schamlos erdruckt
mei schicksal ma in d'suppn spuckt
de hoffnung irgndwo ind hosn rutscht
und mei zukunft ma de zechn lutscht.
Es nu ans drauf setzt wenns eh nimma geht,
wenn i's umschmeiß no lang bevor's steht,
mi liebeskumma weit an meine grenzn treibt
se ois guade meina wööd dem ende zua neigt. (gegn ende neigt)
dann fliagst du daher wia ausm liacht,
und gaunz woam es um mei herzal gschiacht,
ramst zsam mit mir in mein lebm,
heast afoch net auf mir so vü z'gebm,
zagst ma wieda wea i eigentlich bin,
du mei herzens-freind – mei schmettaling.
Wean a de mauan meina stodt obgrissn,
und wean olle fädn zum glick zarissn,
is mei weg afoch nimma zum dablickn,
meine gedaunkn mi in oipträume schickn.
Und auf amoi leichtns wieda meine augn,
i faung söba wieda au an mi z'glaubn,
hob wieda freid an mir und meim lebn,
dem gaunzn afoch an neichn sinn gebn.
Ois schwere mochst du mit mir leicht,
dei glaubn an mi is ois aundre ois seicht,
unsogboa stoak stehst du hinta mia,
hoidst mi fest, dass i mi söba mea gspia,
und ohne dass i jetzt gschmoizn kling,
i hob di lieb – mei schmettaling.
(Pamela Harringer)
LEERE
Kennst das auch -
Drehst dich um –
weißt gar nicht warum.
Komisches gefühl im bauch.
Kannst dich erinnern wie es ist,
wenn du ganz alleine bist?
Fühlst dich traurig, leer,
jeder schritt fällt schwer.
wie ein glas wasser in der wüste,
heftig wie wind an der küste,
im gesicht tief drin die mütze,
mein spiegelbild in der dreckpfütze.
regentropfen in der luft,
prallen ab am eisesblick,
ich hasse meinen innren schuft,
bricht mir einfach das genick.
Füllen will ich was entleert,
atemnot mir das erschwert,
kein hass und keine wut,
ein vergleich mit dem was leere tut.
(Pamela Harringer)
DA BAM IN MIR
(Pamela Harringer)
Minutn um minutn vastreicht,
und i bin afoch no imma net g'eicht,
kau mi söm no oiwö net kapiern,
vadaummt wos is (bloß) los in meim hirn?
meine gedaunkn si imma varennan,
in eckn meines hirns de se no net kennan.
Wenn se gegn a hirnwindung knoin,
se afoch net aus meim kopf aussa foin.
Pflaunz an samen in dei hirn,
und i vasprich da du wirst gspian,
wiar a wochst – dei gedaunkenbam,
und du füh'st di in dir söm …. Endlich moi daham.
Vawurzlt sans vom hirn bis zum herzn,
kaust mi vasteh', waasd, wöche schmerzn?
Wenns wer aussareissn wü - des wos i denk,
gedaunknfreiheit is heid scho a g'schenk.
Aufgfadlt auf droht wern deine zweig,
i sog afoch nur: scheisselendig feig,
das deine gedaunkn wochsn wia se woin,
und wiasd um di söm afoch bestoin.
Pflaunz an samen in dei hirn,
und i vasprich da du wirst gspian,
wia de spriassl auf amoi blian,
du wirst mehr ois nur a ernte eifian.
KOMA
Vü z'stoak hod's vorher pocht
Und da unfoi hods fost umbrocht.
Crash-test-dummy is woi doch kana
Soit ma eigentlich sowieso mana.
Sowieso und übahaupt
Warum hob i eam denn des erlaubt … ?
So mit meim herz rum z'rasn
Irgendwaun hods moi nimma so a masn.
Hods doch grod erst glernt wie's funktioniat,
wos es wirklich ois gspiat,
dass es net nua foan kau sondan a fliagn,
wenn si de wolkn von da aussicht vaziagn.
Jetzt liegts im koma, auf da intensiv,
oba ma mant imma „geht eh nix schief“
es pumpat nua gaunz schwoch,
kana waas obs wieda moi erwocht.
(Pamela Harringer)
„ Stö da vor“
Stö da vor es kommt ana daher,
bricht da s'gnick , um daun mit a bissl am gschick
da de haut obzuziagn ,
an mantel draus macht um im winter net z'friern .
Stö da vor di sperrt ana ein,
in an käfig ohne bodn gaunz allein,
de fiass san bluatig , du peckst di söm ,
weils da den willn zu lebn damit stö'n .
i siags und i kanns net glaum ,
das ma olle und olles dem leben beraum .
i bin traurig es zu erzähln
dass ma uns söbst um so vü lebn bestehln .
Stö da vor du wüst nix essn ,
es schiabt da ana a rohr indn magn ,
um da des futter direkt eini zu pressn ,
und des nennt ma dann: delikatessn .
Es steckt dia wer an ring durch d'nosn ,
deine händ san voll mit brandblosn ,
von der hassn eisnplottn auf der du tanzn muast ,
und es ziagt wer ständig am ring wennst net spuast .
Fühl di eini – wie würds da gehn –
Würds um di in deim lebn so stehn ,
wenn jede hoffnung um di verblosst ,
und du ka ziel vor augn host .
(Pamela Harringer)
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Dein Wort
So zuckersüss, die liebe hoch entflammt
sagst du du liebst mich,
dein herz wär gebannt.
Gabst mir dein versprechen,
mein herz nicht zu brechen,
über mich zu wachen,
schritte in ein neues leben zu machen.
Auf mich hättest du gewartet,
dein leben lang,
deine gefühle seien ausgeartet,
fest und unbrechlich wie ein strang.
Ohne mich – du wüsstest nicht ein noch aus,
nirgends fühltest du dich so sehr zuhaus.
Es gäbe keine bessre mutter als mich,
niemals ließest du mich im stich.
Unaufhörlich hast du versprochen.
Jedes einzelne hast du gebrochen.
Pamela Harringer
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09.10.2006, 13:50 Uhr
Sehnsucht.
am boden liegen und den geruch der erde wahrnehmen,
den duft vom gras und den pflanzen ...
die augen geschlossen, verspüren wie die wolken vorüberziehn ...
der gesang der vögel dringt durchs ohr bis zum herzen und erhellt es ...
fühlen wie schön es ist auf der welt zu sein ...
danach sehn ich mich.
Pamela Harringer
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Zu diesem Gedicht hat mich ein Foto aus dem Projekt Brainstuff inspiriert:
„Wer bist du“
Hinter deiner maskn is a gsicht
I suachs und suachs – oba i find es nicht
Legst as amoi o so glaub i i kenn di net
Weil du glaubst dass i di so net megn tät
Komm schmier di au mit foische eigenheitn
Und fang wieder an di selbst zu bestreitn
Du wirst di verleugnen, weil du di söba net mogst
Und boid wirst du sehn wos du (dann) davo host
Wer bist du?
Und wohin gehst?
Siagst du net
Dass du am ende stehst?
Wer bist du?
Und wohin wüst?
Merkst du net
dass du nix mehr füh'st?
Stö di vorn spiagl - schau da söbst in de augn
Und I bin ma sicher des wird da net taugn
Weil i scho lang was vor wos du di fiachst
Erzähl ma net dass du des afoch net siachst
Host du dei herz wo versteckt,
woatst drauf, dass es verreckt (oder wer andres entdeckt)?
I was dass es dort no wo pocht
Nur hot es scho lang nimma glocht - De tür dazua neamd aufgmocht.
Wer bist du?
Kennst du di söm?
Gspiast du net
dass dir gefühle föh'n?
Wer bist du?
Und wer bin i?
Siagst mi net?
-Sog wo schaust du hi?
(Pamela Harringer)
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06.09.2006, 20:20 Uhr
Zeilen die ich gestern verfasst habe, um meine Gefühle auszudrücken was ich in dem Moment empfunden habe:
Meine seele möchts am liebsten rausschrein ...
mein mund will nicht sprechen,
Krieg keine luft, kann nicht atmen,
meine augen - alles verschwommen,
mein herz - wie erschlagen,
es tut weh, richtig weh.
Die hoffnung: in tränen ertränkt.
Das lächeln: in trauer versenkt,
die liebe: in feuer entflammt,
das glück: in den boden gerammt.
Es tut weh, richtig weh.
.... die restlichen Zeilen gibts im Forum zu lesen ... dafür ist das Forum ja auch da...
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